Michael Rothfischer
ist mit Sicherheit der größte Charles Bronson-Fan Deutschlands. Wer ihn schon
einmal auf einer Filmsammlerbörse angetroffen hat, wundert sich zunächst, wie
sehr er rein äußerlich seinem Idol ähnelt. Später fällt dann auf, wie
freundlich und höflich er ist. Jetzt hat er ein Buch über Bronson geschrieben
und anscheinend ist auch der Star zahlreicher oft recht blutiger Action-Filme
wie "Ein Mann sieht rot" privat eine eher sensible Person.
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Wenn
Fans Bücher über ihre Lieblingsschauspieler schreiben, ist sehr
oft Vorsicht angesagt. Meist werden einfach unreflektiert Fakten
gehubert oder als Entschuldigung für die jede filmische Entgleisung
noch verklärenden Texte gibt es eine eher nichtssagende Ansammlung
von mühsam zusammengehorteten Bildern und Filmplakaten.
Doch Michael Rothfischers Buch überrascht in diesem Zusammenhang,
denn er lobt nicht jeden Film in dem Bronson mitgespielt hat. Vielmehr
stellt er immer einen zeitlichen Bezug her und bemüht sich um eine
objektive Bewertung. Auch private Details wie der Tod von Bronsons
Ehefrau Jill Ireland sind natürlich Thema des Buches, werden aber
mit der nötigen Distanz behandelt. Insgesamt ist kaum ein besseres
Buch über diesen unterschätzten und schon fast etwas vergessenen
Darsteller denkbar.
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