Mickey
Haller ist Anwalt in Los Angeles, bekannt durch sein "rollendes
Büro“, ein Lincoln, von dessen Rücksitz aus er an seinen Fällen arbeitet.
Anders als die meisten seiner Kollegen hat er sich seinen Idealismus
bewahrt und denkt nicht nur in pekuniären Kategorien sondern tatsächlich
über Schuld oder Unschuld seiner Klienten nach. Bei ihm bekommt jeder
die beste Verteidigung.
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Idealismus
allein macht aber noch lange nicht satt, deshalb ist Haller ganz
froh, als ihm mit Louis Roulet ein reicher junger Klient aus Beverly
Hills ins Haus schneit. Dessen Probleme sind nicht ohne: er wird
der Vergewaltigung des versuchten Mordes verdächtigt, die der
Staatsanwaltschaft vorliegenden Beweise sind erdrückend. Ein
aussichtsloser Fall? Hallers Recherchen aber ergeben anderes. Hat
er endlich das gefunden, wovon er immer geträumt hat –
einen tatsächlich unschuldigen Klienten? Dank der
von ihm gefundenen Beweise für Roulets Unschuld scheint der
Fall jedenfalls ein sicherer Sieg für ihn zu sein. Dass er
in eine teuflische Intrige verstrickt wird, merkt er leider viel
zu spät – nämlich als er sich in einer äußerst
ungewohnten Rolle wiederfindet: als Mordverdächtiger. Nun braucht
der "Lincoln Lawyer“ selbst einen Anwalt.
Michael Connelly ist eine Ausnahme unter den amerikanischen Autoren
von Justizthrillern… anders als Grisham und Co. war er nämlich
nie als Anwalt tätig. Mit Mickey Haller betritt ein neuer origineller
Protagonist aus seiner Feder die literarische Bühne, und es
ist wohl nicht zu vermessen anzunehmen, dass "Der Mandant“
nicht Hallers letzter Fall war.
Fazit:
Ich muss gestehen, bislang mochte ich Michael Connellys Romane nicht
sonderlich, an sein offensichtliches Vorbild John Grisham kam keiner
seiner mir bekannten früheren Bücher heran. Mit "Der
Mandant“ gelang ihm jedoch ein großer Wurf, endlich
ein Connelly, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.
Stefan
Meduna
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