Edward
Hunter ist ein glücklich verheirateter Familienvater, sein Leben könnte
gar nicht besser sein, könnte man meinen. Was kaum einer weiß: Edward
hat unter einer schrecklichen Vergangenheit zu leiden, für die er
selbst nichts kann. Sein Vater ist ein berüchtigter Serienkiller,
der seit vielen Jahren im Gefängnis sitzt, ohne Chance, jemals wieder
frei zu kommen.
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Verhaftet wurde er, als Edward erst neun Jahre alt war. Dann ging es Schlag auf Schlag: seine Schwester stirbt an einer Überdosis, seine Mutter begeht im Angesicht dieser Schicksalsschläge Selbstmord. Edward hat all das mehr verdrängt als verarbeitet, trotzdem lebt er mit seiner Familie einigermaßen glücklich. Und doch, manchmal quälen ihn diffuse Ängste, denn als Kind hat er einen Hund zu Tode gequält. War es die Tat eines schwer traumatisierten Kindes, oder steckt die bestialische Mordlust seines Vaters auch in ihm? Auch sein neues Glück ist nicht von Dauer: seine Frau wird bei einem Bankraub getötet. Außer sich vor Schmerz besucht er auf der Suche nach Antworten zum ersten Mal seinen Vater im Gefängnis. Als auch noch seine kleine Tochter entführt wird, gewinnen seine inneren Dämonen immer mehr Gewalt über ihn. Ein blutiger Rachefeldzug beginnt – auf einer Straße in die Dunkelheit, von der es keine Wiederkehr gibt.
“Der
Tod in mir“ ist der seit seinem schriftstellerischen Debüt
2006 bereits vierte Roman des 36jährigen Neuseeländers Paul Cleave
("Der siebte Tod"),
wie seine drei Vorgänger in seiner Heimatstadt Christchurch angesiedelt.
Fazit: Ein Psychothriller im wahrsten Sinne des Wortes – und eine rasante Achterbahnfahrt durch die finstersten Abgründe der menschlichen Seele. Durch die gewählte Ich-Form ist die Wandlung Edward Hunters besonders intensiv nachvollziehbar. Mörderisch gut, aber sicher nichts für Leser mit schwachen Nerven.
Stefan
Meduna
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