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Anno 1967 gelang es Werner Enke in der Rolle des
Schwabinger Lebenskünstlers Martin die von Uschi Glas verkörperte blutjunge
knackige Barbara auf seine Bude und sein Bett zu locken. Doch obwohl der
Film “Zur Sache, Schätzchen“ hieß, wollten sich Enke und die Regisseurin
May Spils jegliche Eindeutigkeiten verkneifen und die weitere Handlung
verlief dann eher platonisch. Martin kam durchaus zur Sache und zeigte
Barbara seine “Filmproduktion“, die aus etlichen Daumenkinos mit animierten
Strichmännchen bestand. Der Held eines dieser Minidramen war ein Boxer
namens “der schlaffe Haro“, der jetzt viele Jahre später zentrale Figur in
einer sehr viel komplexeren Geschichte ist.
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Auch den Titel seines Buches “Das wird
böse enden“ hat Werner Enke aus dem Film “Zur Sache, Schätzchen“ (aber
eigentlich eher aus dem Zitatenschatz seiner Großmutter) übernommen. Das
Buch besteht aus ganzseitigen Illustrationen, die sehr schlicht gezeichnete
Strichmännchen ein knappes Jahr lang in allen möglichen Lebenslagen zeigen.
Jede Zeichnung enthält nicht nur eine meist auch etwas philosophische
Pointe (“Ich tue nicht nichts, wenn ich nichts tue“) oder
Alltagsbeobachtung (“Du bist natürlich eingeladen! Haste Geld dabei?“),
sondern ist zugleich aber auch noch mehr als ein Cartoon.
Die einzelnen Gags sind auch noch Teil eines
faszinierenden Kosmos, der sich dem Leser recht schnell erschließt
und trotz des simplen Zeichenstils sehr komplex ist. Gegen Ende
des Buches zeigt Enke auf einer Doppelseite noch einmal das ganze
Universum seiner Geschichten mit dem ABC-Kino, dem Modern Art
Museum, der Kneipe „“Die Säge“ und mit Heiduks Laden, der trotz
des Schildes “Einbrechen verboten“ immer wieder ausgeraubt wird.
Es ist richtig schade wenn Haro, Susi und der Leser diese Welt
schließlich verlassen müssen. In Zeiten wie diesen ist ein Buch,
dass Müßiggang und “in den Tag hineinleben“ lobt (“Ich tue schon
seit langem gar nichts. Und auch das wird mir langsam zu viel“)
und vor blindem Aktionismus (“Soll ich die ganzen alten Akten
vernichten lassen?“ “Aber nicht, ohne dass von Allem vorher eine
Fotokopie angefertigt worden ist.“) warnt, wichtiger denn je.
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