Bekannt wurde Esther
Vilar durch ihr Buch "Der dressierte Mann" bzw. durch das daraus
resultierende Streitgespräch mit Alice Schwarzer. Sie schrieb auch weiterhin
Bücher und Theaterstücke mit provokanten Thesen, darunter etwa "Die
Antrittsrede der amerikanischen Päpstin". Hierin schildert sie eine Welt
in der die katholische Kirche immer liberaler geworden ist und die Menschen sich
daher immer extremeren Religionssekten zuwenden. Widerwillig führt die erste
Päpstin daher wieder die alten Dogmen ein.
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Doch
auch an Herzensdingen ist die 1935 in Argentinien als Tochter deutscher
Emigranten geborene Vilar mehr als interessiert. Ihre Novelle "Die
Mathematik der Nina Gluckstein" (dtv) schildert, wie es einer
Frau gelingt einen von allen verehrten argentinischen Tangosänger
dauerhaft an sich zu binden, in dem sie vorgibt sich nicht für ihn
zu interessieren. "Die sieben Feuer von Mademoiselle"
ähnelt ein wenig diesem Buch, denn hier verliebt sich das wunderschöne
französische Kindermädchen Catherine in den einzigen Mann, der sich
nicht für sie interessiert: Nick, einen Feuerwehrhauptmann aus Washington.
Erzählt wird diese Geschichte von der kleinen Carlota, die eigentlich
von Catherine beaufsichtigt werden soll. Doch statt dessen betätigen
sich die Beiden als Brandstifter und legen einige Feuer um Nick
und Catherine zusammenzubringen. Der gradlinige (und nach Carlotas
Meinung auch noch fette und kahlköpfige) Nick ist jedoch ein schwerer
Brocken, der unbeirrt seine Pflicht erfüllt, was dazu führt, dass
sich Catherine immer feuriger in ihn verliebt.
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