Sarah
Dellmann erforscht in dieser hochinteressanten aber auch anspruchsvollen
Abschlussarbeit die Parallelen, die sich durch das filmische Schaffen
und der ergiebigen Zusammenarbeit von Tod Browning, dem Regisseur
("Dracula" 1931) und Lon
Chaney, dem berühmten Schauspieler und Verkleidungskünstler ziehen.
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Es
geht, wie der Titel andeutet, um Körper. Um widerspenstige Körper,
um genau zu sein. Das schmale Buch ist in sechs Kapitel aufgeteilt.
Tod Brownings und Lon Chaneys (ähnlich verlaufende) Wege nach Hollywood
werden hier ebenso abgehandelt, wie auch der Hintergrund des damals
noch sehr verbreiteten Schaugewerbes und Zirkusmilieus in dem beide
Künstler ihre Wurzeln haben. Die zahlreichen Stummfilme beider Künstler
werden genauestens analysiert, insbesondere das immer wiederkehrende
Thema von Behinderung und/ oder Selbstverstümmelung. Deer Leser
erfährt auch, wie Lon Chaney in seinen Rollen das Trauma des
Ersten Weltkrieges stellvertretend für viele Männer und
ihre Familien verarbeitet hat.
Eine ausgiebige und sehr aufschlussreiche Betrachtung erfährt Brownings
relativ später Tonfilm "Freaks“ (1932), den dieser zwar ohne Lon
Chaney, dafür aber mit jeder Menge echter Missgebildeter drehte.
Dieses düstere Meisterwerk floppte seinerzeit, beendete die
Karriere des Regisseurs, war jahrelang verboten, wurde zugleich
aber auch auf Jahrmärkten gezeigt
Fazit:
Ein etwas kopflastiges aber auch sehr interessantes Buch, für
echte (Film-) Freaks ein Muss!
Matthias
Schäfer
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