1971 machte
George Lucas aus einem Studentenkurzfilm ein ehrgeiziges Spielfilmprojekt
namens “THX 1138“,
später sollte er sein Kinosoundsystem nach diesem Erstlingswerk
benennen. Sein Freund Francis Ford Coppola produzierte und kein Mensch
wollte den überambitionierten Science Fiction Film sehen. Zwei
Jahre später verlief es dann schon etwas günstiger: Unter
dem Titel “American Graffiti“ verbriet Lucas seine kleinstädtischen
Jugenderlebnisse. Der Film wurde zu einem großen Erfolg. Lucas
hatte davon allerdings nicht viel, da nur das Studio von den Einnahmen
profitierte und er mit einem eher kümmerlichen Festgehalt abgespeist
wurde. Das sollte ihm eine Lehre fürs Leben sein.
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Bei
“Star Wars“ behielt
Lucas die Zügel (und vor allem die Rechte an dem Stoff und
den Figuren) fest in der Hand. Trotz vieler Widernisse und Unkenrufe
brachte er 1977 den bis dahin (und für lange Zeit) erfolgreichsten
Film aller Zeiten in die Kinos. Er bastelte bis zu letzt daran und
war mit dem fertigen Werk trotzdem immer unzufrieden, so dass 20
Jahre später noch einmal ebenfalls sehr erfolgreich eine verbesserte
Version in die Kinos brachte. Während “American Graffiti“
wahrscheinlich so ziemlich alles enthält, was Lucas in seiner
Jugend an bemerkenswerten Dingen tatsächlich erlebt hat, enthält
“Star Wars“ alles was Lucas an bemerkenswerten Dingen
im Kino gesehen hat. Nach dem großen Erfolg überraschte
Lucas damit, dass er “Star Wars“ zum “A New Hope“
betitelten vierten Teil einer zunächst neunteiligen (und jetzt
wohl doch nur sechsteiligen) Star Wars-Reihe erklärte.
Spätestens
nachdem Lucas mit “Star
Wars – Episode 3“ sein Lebenswerk vollendete, war
dieses Buch überfällig. Im edlen Breitwandformart werden
alle Stationen im Leben von George Lucas und nicht nur die Sternenkriege
opulent dargeboten. Zwischendrin dann immer wieder kurze Unterkapitel
zu Lucas-Produktionen wie “Willow“,
“Tucker“ oder “Howard
the Duck“ sowie als höchst interessantes Bonusmaterial
die Drehpläne der wichtigsten Filme von Lucas. Großem
Raum wird auch seiner ambitionierten TV-Serie um den jungen Indiana
Jones eingeräumt. Einziger Nachteil ist das Fehlen jeglicher
kritischer Distanz, dass dann gipfelt in Zitaten wie “Er ist
ein guter Kerl.“ Ähnlich wie bei reich
bebildeten Büchern über Walt Disney ist diese Lobhudelei
dann der Preis für das unglaublich reichhaltige und gut ausgewählte
Bildmaterial.
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