Der Grund, warum Robert Luczak nach Kalkutta reist, ist eigentlich recht harmlos: die Suche nach einem seit acht Jahren verschollenen indischen Dichter und seinen unveröffentlichten Werken, die Luczak gar zu gerne veröffentlichen würde. Seine indischstämmige Frau und sein Töchterchen begleiten ihn.
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Ursprünglich
war die Reise in die unglaublich arme und heruntergekommene Stadt
ja nicht als Familienausflug gedacht, aber die Sprachkenntnisse
seiner Frau sollten sich bei seiner Mission als nützlich erweisen.
Auf Luczak und seine Familie wartet jedoch die Hölle auf Erden –
zu spät wünscht er sich, seine Liebsten daheim gelassen zu haben.
Wird der Dichter wirklich von einem mysteriösen Kali-Kult gefangen
gehalten? Als Luczak nach und nach die Wahrheit herausfindet, ist
es für ihn und die seinen längst zu spät, sich noch aus dem Sog
des Grauens zu befreien. Vor der Todesgöttin Kali gibt es kein Entkommen...
Dan Simmons‘ Romanerstling "The Song of Kali"
erschien erstmals 1985, die deutsche Übersetzung erst 6 Jahre später.
Im Windschatten des Erfolgs von Simmons‘ aktuellen Science Fiction-Epen
wie "Ilium" legt Heyne nun diese preisgünstige
Neuausgabe vor.
Fazit:
Auch ein knappes Vierteljahrhundert nach seiner Entstehung weiß
uns die "Göttin des Todes“ vortrefflich das Fürchten
zu lehren und ist nach wie vor wahrlich nichts für schwache Nerven.
Wie Stephen Kings "Carrie" ist Simmons‘ Debütroman
längst ein Klassiker der zeitgenössischen Horrorliteratur, den man
nach der Lektüre so schnell nicht wieder vergisst – dafür sorgt
allein schon das ungeheuerliche Finale, in dem… aber das soll hier
natürlich nicht verraten werden.
Stefan
Meduna
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