"Ralf
Schumacher war hier in Monte Carlo schon Vierter, Dritter und einmal
sogar im Krankenhaus..."
Seit unglaublichen 39 Jahren erscheint alljährlich ein neuer Band der Grand Prix Story, von Anfang an aus der Feder des österreichischen Sportjournalisten Heinz Prüller. Als TV-Kommentator ist er zumindest in Österreich weltberühmt – seine maschinengewehrartige Dampfplauderei und seine meistens ungeheuerlich dämlichen verbalen Stilblüten sind längst Legende geworden.
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Unter
dem Titel “Diese Kurve ist sehr eckig“ wurden letztere
vor einiger Zeit sogar in Buchform gesammelt und verewigt. Schändlicherweise
wurde er dieses Jahr nach 44 Jahren als Formel 1-Kommentator vom
ORF aus Altersgründen in den unfreiwilligen Ruhestand geschickt.
Zugegeben: mit ihm war jede Formel 1-Übertragung unerträglich, ohne
ihn ist es aber leider nur mehr halb so unterhaltsam. Ich hätte
ja nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber: ich vermisse
ihn. Masochistisch veranlagte Hardcore-Fans können aber mittlerweile
aufatmen und den Pay-TV-Sender SKY abonnieren – dort ist Prüller
jetzt in alter Pracht und Herrlichkeit zugange.
2009 war zweifellos ein dankbares Jahr für den Grand Prix-Chronisten, an Sensationen, Skandalen und Dramen mangelte es dieses Jahr wahrlich nicht. Und Prüller hat sie alle penibel aufgelistet und *seufz* gewohnt sachkundig kommentiert. Vorworte gibt’s von Shooting Star Ross Brawn und Altmeister Niki Lauda.
Fazit:
Prüller als TV-Kommentator mag nicht unumstritten sein, als
Autor ist er eine (Renn-)Klasse für sich. Dass die Grand Prix
Story seit jeher mehr boulevardesk denn streng sportwissenschaftlich
gehalten ist kann man sich denken, dem Unterhaltungswert kann das
allerdings nur zuträglich sein. Eine sammelwürdige und
reich bebilderte Chronik des Formel 1-Geschehens ist es auf jeden
Fall. Gehört als Pflichtgeschenk unter den Weihnachtsbaum jedes
Rennsportfans.
Stefan
Meduna
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