Schon
die Tatsache, dass auch bei diversen deutschen DVD-Anbietern immer
wieder Editionen mit Filmen der englischen Traditionsfirma erscheinen,
belegt die dauerhafte Popularität der Horror-Schmiede Hammer.
Was jedoch schmerzlich fehlte war eine literarische Aufbereitung des
filmischen Schaffens der Firma Hammer. Bisher war der Interessent
auf englischsprachige Veröffentlichungen oder verstreute einzelne
Fachpresse-Artikel angewiesen.
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Peter
Osterieds “The Hammer Chronickles“ schließt diese
Lücke. Das Buch überzeugt nicht nur als Sachbuch sondern
auch als Nachschlagewerk und ist zudem auch noch exquisit bebildert.
Den Schwerpunkt bilden natürlich die meist mit Peter Cushing
oder/und Christopher Lee realisierten Horrorfilme des Studios wie
“Frankensteins Fluch“
oder “Blut für
Dracula“. Doch auch die weiteren Werke der bereits seit
1935 tätigen Filmfirma werden gewürdigt. So entstanden
unter dem Hammer-Siegel auch Kriegsfilme wie “The Camp on
Blood Island“ (über die Qualen alliierter Zweite-Weltkriegs-Soldaten
in japanischer Kriegsgefangenschaft) oder eher alberne oft auf TV-Serien
basierende Komödien wie “Ein Begräbnis erster Klasse“
(über konkurrierende Bestattungsunternehmer).
Die Gliederung des mit vier verschiedenen Titelbilder-Varianten
veröffentlichten Buches mag auf den ersten Blick etwas chaotisch
anmuten, ist aber durchaus schlüssig. Nach einem leidenschaftlichen
Vorwort von Uwe Raum-Deinzer folgt eine Frühgeschichte des
Hauses Hammers. Anschließend werden wichtige Personen wie
die Produzenten Anthony Hinds und Michael Carreras, der Regisseur
Terence Fisher oder der ewige Nebendarsteller Michael Ripper vorgestellt.
Danach folgt der Kernteil des Buches. Mit viel Sachverstand und
einer allzeit spürbaren Nähe zum Thema bietet Peter Osterried
eine chronologische Darstellung von Schwerpunktthemen wie Science
Fiction, Frankenstein, Dracula, Mumien, Thriller oder Satanisten.
Den Abschluss bildet eine Übersicht zu TV-Serien wie “Hammer
House of Horror“, zu nicht realisierten Projekten (wie
“Zeppelin vs. Pterodactyls“ oder der Trickfilmserie
“Hammer Horror Zone“) sowie eine Filmografie, ein Register
und eine tabellarische Darstellung aller DVD-Veröffentlichungen
aus USA, England und Deutschland. Eine umfassendere Abhandlung zu
Hammer ist kaum denkbar und weltweit auch nicht vorhanden. In nahezu
identischer Aufmachung erschienen anschließend Peter Osterieds
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