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Der Versuch am zuvor durch die Mauer zersplitterten Potsdamer Platz
ein künstliches Zentrum inmitten von Berlin zu errichten, strotzt
vor baulichem Größenwahnsinn und findet nur selten den erhofften
Besucheransturm. Doch für Filmfreunde lohnt der Besuch, denn das
im Sony Center gelegene Film Museum Berlin ist erfreulich großzügig
dimensioniert und die Ausstellungen ziehen sich über mehrere Etagen.
Das Kernstück der Ausstellung ist (neben den Filmmonstern
von Ray Harryhausen) der umfangreiche Nachlass von Marlene Dietrich
(“15.000 Fotos, 300.000 Blatt Papier, über 3.000 Kostüme
und private Kleidungsstücke“), der sehr anregend präsentiert
wird. Deutlich weniger spektakulär wird Hildegard Knef gewürdigt,
ihr ebenfalls stark mit Berlin verbundenes Werken wird gemeinsam
mit neun Schauspielkollegen wie Heinz Rühmann oder Gerd Fröbe
in einem Raum visualisiert.
Doch bis zum 17. April 2006 präsentiert das Filmmuseum
noch zusätzlich eine Sonderausstellung zur Knef. Hierzu ist
auch ein großformatiger Bild- und Essayband erschienen.
Zahlreiche Autoren (darunter Karlheinz Böhm, Volker Lechtenbrink
und Klaus Wowereit) widmen sich den unterschiedlichen Aspekten
von Hildegard Knefs wechselhafter und spannender Karriere als
Schauspielerin (im deutschen Nachkriegsfilm und am Broadway) Sängerin
und Bestsellerautorin. Ebenfalls thematisiert wird die nicht unproblematische
Freundschaft zwischen Hildegard Knef und Marlene Dietrich.
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