Käthe
Kruse wurde eigentlich als Katharina Somin in Breslau geboren. Mit
17 fand sie Aufnahme in das Ensemble des Berliner Lessing Theater
und nannte sich Hedda Somin. Sie verliebte sich in den Bildhauer Max
Kruse. Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Maria alias Mimerle
zog das Paar in die Schweiz nach Ascona. Als die zweite Tochter Sofie
alias Fifi geboren wurde, wollte das Mimerle auch ein Baby haben.
Vater Max suchte in Berlin nach einer passenden Puppe, wurde jedoch
nicht fündig.
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Zu
jener Zeit wurden Spielzeug meist aus harten Materialien wie Holz,
Metall oder Porzellan gefertigt. Dieser Mangel an kuscheligen Spielzeugen
hatte zuvor schon Margarete
Steiff dazu gebracht eigene Spielzeug-Tiere aus Filz und später
Plüsch zu basteln. 1905 fertigte Käthe Kruse aus einer
Kartoffel und einem Sack mit Sand ihre allererste Puppe und das
sollte Folgen haben. Eine Ausstellung in einem Berliner Kaufhaus
unter dem Motto “Spielzeug aus eigener Hand“ brachte
Käthe Kruse schließlich dazu ab 1910 ihre erfolgreiche
Puppen-Produktion zu starten.
Der Fotograf Ansgar Pudenz,
der eher für Porträts von Menschen und Speisen bekannt
ist, hat zum 100. Geburtstag recht lebendige Fotos von Käthe
Kruse Puppen aus allen Jahrzehnten angefertigt. Versehen mit sparsamen
Texten bietet dieser Bildband zugleich einen interessanten Blick
in die Werkstätten der Puppenmacher in denen immer noch Handarbeit
angesagt ist.
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