1579,
Russland zur Zeit Iwans des Schrecklichen: die grausamen Kosaken
unter der Führung des gnadenlosen Jermak Timofejewitsch ziehen brandschatzend
nach Sibirien und hinterlassen eine blutige Spur aus zerstörten
Dörfern, erschlagenen Männern und geschändeten Frauen. Iwan Iwanowitsch
Muschkow ist einer von ihnen, und er ist einer der wildesten. Als
er in einem kleinen Dorf an der Wolga in gehabter Manier über ein
junges blondes Mädchen herfällt, erwarten ihn statt des üblichen
Vergnügens aber Knüppelhiebe. Von dem Kampfgeist der jungen Marina
angetan, will er aus einem Impuls heraus ihr Leben retten und hilft
ihr, sich als Junge zu verkleiden. Als Muschkows Diener reitet Marina
nun mit den wilden Kosaken. Muschkow schließt Marina immer mehr
ins Herz, doch das Mädchen verhält sich ihm gegenüber sehr abweisend.
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Marinas Väterchen musste die Verschleppung seiner Tochter hilflos mit ansehen, und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als dem Zug der Kosaken nach Sibirien heimlich zu folgen und auf eine günstige Gelegenheit zur Befreiung Marinas zu warten. Aber will Marina Muschkow wirklich verlassen? Am Vorabend der großen Schlacht zur Eroberung Sibiriens werden Muschkow und Marina in Erwartung ihres Todes endlich Mann und Frau.
Aber als der Anführer Jermak herausfindet, dass Muschkow das todeswürdige Verbrechen begangen hat, auf dem Feldzug ein Mädchen mit sich zu führen, sind die Liebenden seiner Rache verfallen. Es bleibt ihnen nur die Flucht mit Marinas Vater, der über den künftigen Schwiegersohn so gar nicht begeistert ist. Die Flüchtlinge werden von Jermaks Schergen erbarmungslos verfolgt, und vor ihnen liegt ein kaltes, grausames und feindseliges Land…
Heinz
Günther Konsalik (1921- 1999) war einer der kommerziell erfolgreichsten
deutschen Schriftsteller – und mit 151 Romanen auch einer der produktivsten.
Zeit seiner Karriere wurden immer wieder Gerüchte laut, dass Konsalik
Ghostwriter für sich arbeiten ließ, einige Fachbücher nennen sogar
Namen. Verbürgt ist dies lediglich für die letzten vor seinem Tode
veröffentlichten Romane, die stilistisch tatsächlich stark vom typischen
Konsalik-Stil abweichen. Wie dem auch sei, und was immer man auch
vom literarischen Wert von Konsaliks Büchern halten mag, der 1975
erstmals erschienene Roman „Kosakenliebe“ zählt zweifellos zu seinen
besten Werken. Eine leidenschaftliche Liebe vor Konsaliks Lieblingskulisse,
der sibirischen Taiga, (hier einmal zur Zeit des Eroberungsfeldzuges
der Kosaken und nicht jenes der deutschen Landser), grausame Gefahren
und unerschütterlicher Mannesmut – dieser Roman hat alles und bietet
beste Unterhaltung. Zu genießen in Gedanken an die sibirische Kälte
am besten vor flackerndem Kaminfeuer.
Stefan
Meduna
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