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Aus
den von 1951 bis 1989 erscheinenden "Handbücher der katholischen
Filmkritik" ging das "Lexikon des internationalen
Films" hervor. Dieses erschien erstmals 1987 in zehn
Bänden beim Rowohlt Verlag und 1995 folgte eine komplett überarbeitete
Neuauflage, der jährlich ein Ergänzungsband folgte. Basis der
Besprechungen sind die im "film-dienst" veröffentlichten
Langkritiken, die sich (wie im damaligen Vorwort vermerkt) um
eine "differenzierte Bewertung aus christlicher Werthaltung"
bemühen.
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In die Erstauflage des Lexikons wurde noch so manche
etwas harsche Abkanzelung eines zum Zeitpunkt der Besprechung
freizügig wirkenden Filmes übernommen und auch sehr eindeutige
Empfehlungen ausgesprochen wurden. Die zweite Neuauflage die bei Zweitausendeins erschien hingegen
bemüht sich um eine stärkere Neutralität und kann auch von Atheisten
problemlos und sogar mit Gewinn benutzt werden. Die Kritiken fallen
zwar insgesamt etwas knapper aus als z. B. im Heyne-Filmjahrbuch. Doch dafür ist auch
wirklich zu jedem Film eine Wertung und nicht nur eine Inhaltsangabe
enthalten.
Mit diesem Ergänzungsband kümmert
sich zum elften Mal der Schüren Verlag um die Fortführung
des Lexikons. Etwas willkürlich ausgewählt und auch
überflüssig erscheinen die vielen mit aufgenommenen
Fernsehfilme Nicht sonderlich geschickt ist es die englischsprachige
Titel die mit “The“ beginnen unter “T“ einzuordnen und über
Geschmack läßt sich ohnehin streiten (ist "Sucker
Punch" wirklich ein empfehlenswerter Film?).
Sehr stark wird weiterhin das Medium DVD
bzw. Blu-ray berücksichtigt. Bei vielen Filmen wird
auch das Bonusmaterial der Heimkino-Veröffentlichung aufgelistet
und bewertet. Dies ist naturgemäß etwas schwierig,
da noch längst nicht alle der besprochenen Filme auf DVD
oder Blu-ray vorliegen. Eine sinnvolle Ergänzung
ist daher ein Anhang, der ausführlich auf "herausragende
DVD und Blu-ray Editionen" eingeht. Zusätzlichen
werden auch noch "die besten Kinofilme des Jahres 2011"
gewürdigt. Eine “Art Jahreschronik“ spießt Highlights
des Kinojahres 2011 auf, während sich die einleitenden Texte
diesmal sehr vielschichtig mit den Themen “Kinderfilm“ und "Berlinale"
beschäftigen. Aufbau und Zusammenstellung überzeugen
einmal mehr und das “Lexikon des internationalen Films“
ist somit auch diesmal wieder das beste - aber mittlerweile leider
auch einzige - deutschsprachige Filmjahrbuch.
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