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Edouard
Manet (1832 - 1883), dessen bekanntestes Werk wohl sein "Frühstück
im Freien" (1863) ist, inspirierte viele jüngere Maler wie
Monet, Renoir oder Degas zu einer freieren Art zu malen.
Obwohl er die lichtdurchfluteten Werke dieser Impressionisten
bewunderte, nahm er an keiner ihrer Ausstellungen teil. Dadurch
wurde er wie Christian von Holst im Vorwort zu diesem Buch schreibt
zu "einem der unbekanntesten bekannten Künstler."
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schiefe Bild will die Ausstellung "Manet und die Impressionisten"
in der Staatsgalerie Stuttgart korrigieren. Von Manet sind kaum
theoretische Schriften zu seinen Werken überliefert. Einen Freund
bat er einmal: "Und versprich mir eines, mich niemals stückweise
in ein Museum kommen zu lassen." Daher wurden 90 Werke aus
Manets Spätphase gemeinsam mit Werken seiner impressionistischen
Bewunderer ausgestellt.
Die Ausstellung (und der dazu gehörige Katalog) belegt sehr deutlich,
dass Manet in seiner Art zu malen und der Farbwahl zwar noch nicht
so konsequent ohne Rücksicht auf die Sehgewohnheiten seiner Betrachter
vorging wie später die Impressionisten. Doch in der Wahl seiner
Motive war er möglicherweise noch radikaler als diese und lieferte
uns dadurch heute einen oftmals sehr ungeschönten Einblick in
seine Zeit.
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