Große
Augen und spitze Kinns, sehen sie wirklich alle so aus, die Manga-Mädels
in japanischen Comics und Zeichentrickfilmen? Die vorliegende Zeitschrift
stellt 21 dieser Heldinnen vor z. B. Usagi Tsukino alias "Sailor
Moon", "Ranma", "Iria",
oder "Utena". Wo bleibt
dabei eigentlich "Captain
Futures" Joan Landor, die zwar auf dem "Manga Files"-Cover
abgebildet ist, aber im Text nur kurz als "Kerzenständer"
bezeichnet wird?
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Die Figuren werden in Wort und vor
allem in Bild (4 Poster liegen bei) beschrieben. Eingeteilt sind
die Damen in teilweise etwas seltsame Kategorien wie "Berühmte
Mädchen", "Gesetzeshüterinnen", "Fantasy Girls"
und "Fremde Mädchen" (?). Die Texte zu den einzelnen Figuren
schürfen dabei nicht allzu tief und konzentrieren sich nach einer
meist nur sehr kurzen Einleitung zur Entstehungsgeschichte der zugehörigen
Serie auf rein inhaltliche Belange.
Das durchgehend farbige und großformatige Bildmaterial kann aber
durchaus überzeugen und liefert eine guten Überblick über die vorherrschende
Ästhetik im japanischen Trickfilm und Comic. Dabei wird allerdings
auch so manches Vorurteil bestätigt, denn wenn eine Figur (wie Lain
Iwakura) mal kein allzu spitzes Kinn hat, so hat sie zumindest große
Augen und wenn eine Figur (wie Kaori aus "City Hunter")
mal nicht allzu große Augen hat, verfügt sie zumindest über ein
spitzes Kinn.
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