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Der Bergarbeiter Mick Prentice verschwindet zur Zeit
des großen Bergarbeiterstreiks 1984 in Edinburgh unter nie geklärten
Umständen spurlos. Erst 22 Jahre später wird der Fall aufgrund
der Bitte von Prentice‘ Tochter wieder aufgenommen – vom "Cold
Case“-Team Karen Pirie und Phil Parhatka.
Ungefähr zur selben Zeit stellt die Journalistin Bel Richmond Nachforschungen an über ein ungeklärtes Verbrechen, das ebenfalls exakt 22 Jahre zurückliegt: die Entführung von Tochter und Enkel des Millionärs Sir Grant. Bei der Lösegeldübergabe ging damals alles fürchterlich schief, die Frau wurde ermordet, was aus dem Baby wurde hat man nie herausgefunden. Zwischen den Fällen des arbeitslosen Bergarbeiters und der reichen Familie scheint es trotz der merkwürdigen zeitlichen Übereinstimmung keine Zusammenhänge zu geben, doch im Zuge von Karen Piries Ermittlungen stellt sich heraus, dass sich so manche Fäden kreuzen.
"Nacht unter Tag“ ist sicherlich das persönlichste
Werk Val McDermids. Sie selbst ist im schottischen Bergarbeiterdorf
Kirkcaldy aufgewachsen und hat den Bergarbeiterstreik 1984 persönlich
miterlebt. Vor diesem authentischen Hintergrund des Bergarbeitermilieus
spielt auch ihr neuer Roman, in dem es um einen teuflischen Reigen
aus Intrige, Entführung und Mord geht. Der Mörder ist
mit allen Wassern gewaschen, doch in Chefermittlerin Karen Pirie
findet er eine ebenbürtige Gegnerin.
Fazit:
Der beste Roman von McDermid seit langem! Die beiden Haupthandlungsstränge
verschmelzen trotz zeitlicher und örtlicher Sprünge
in der Erzählung zu einem stimmigen Ganzen, in dem es nie
an Spannung mangelt. Tipp für Wiener Fans: am 24. April um
19 Uhr signiert Val McDermid ihr neuestes Werk in der Buchhandlung
Thalia, Landstrasser Hauptstr. 2a.
Stefan
Meduna
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