Niki
de Saint Phalle (1930 - 2002) wurde bekannt durch ihre Schießbilder
und noch mehr durch die Nanas, ihre
knallbunten und sehr runden Frauskulpturen. Zeitlebens versucht ihre
Werke in einem größeren Rahmen zu präsentieren. Anregung fand sie
durch einen Besuch von Antoni Gaudis Park Güell in Barcelona und versuchte
künftig auch Kunst, Gartenbau und Architektur zu vereinen.
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Ihr
letztes großes Projekt wurde erst nach dem Tode der Künstlerin der
Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In den Herrenhäuser Gärten in
Hannover befindet sich eine künstlich angelegte Grotte, die 1676
erbaut wurde. Hinter einer eher schlichten und glatten Außenfassade
entstand ein mit Muscheln, Kristallen und Glas gestalteter "Ort
der Verzauberung". Doch diese Ausschmückungen wurden im 18.
Jahrhundert entfernt.
Niki de Saint Phalle hat die drei Räume der zur EXPO 2000 restaurierten
Grotte komplett neu gestaltet. Der achteckige Mittelraum ist mit
leuchtenden wellenförmigen Mosaiken geschmückt, der silberne Saal
mit Glas und Spiegeln und im blauen Saal tummeln sich leuchtende
Nanas. Dieses schön gestaltete Buch ermöglicht jetzt auch daheim
einen Rundgang durch diese Grotte.
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