Der Roman
"Hellfire Club- Reise in die Nacht" zählt, will man dem
Freund und künstlerischen Weggefährten Stephen King glauben, "mit
Abstand zu Peter Straubs besten Werken". Und warum auch nicht,
schließlich schreibt Peter Straub ebenfalls Horror, ist ebenfalls
Bestsellerautor und hat bekanntlich auch schon zwei Bücher zusammen
mit seinem Kollegen geschrieben (hier
geht´s zur Besprechung von "Das schwarze Haus"). Keiner
dürfte also, Freundschaft beiseite, besser über den Reifegrad seines
Erzählstiles bescheid wissen als Stephen King.
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Bevor
ich weiterschreibe, mache ich es kurz und schmerzlos: Ich habe das
Buch nicht zuende gelesen. Ich habe mich bis auf Seite 174 vorgearbeitet
und dann zu einer anderen Lektüre gegriffen, schließlich befand
ich mich damals im Sommerurlaub. Zugegeben, eine leichte Lektüre
bietet er nicht, dieser Peter Straub. Man muss ihn schon langsam
seine Fäden spinnen lassen, bis er einen schließlich in seinen Bann
zieht. Sich konzentrieren und mitdenken, wie bei einem Kriminalroman.
Eines ist sicher: Ich werde das Buch früher oder später zuende lesen.
Es hat einen exzellenten Schreibstil, wie er mir noch von Straubs
letztem Buch, der Kurzgeschichten-Sammlung "Magic Terror"
in Erinnerung ist. Überhaupt scheint Peter Straub viel von Stephen
King gelernt zu haben (das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt).
Wenn er in seinen früheren Werken manchmal gar zu poetisch und verträumt
im Stil eines Ray Bradbury wurde, versteht er es jetzt ebenso gut,
handfeste solide Spannung zu bieten (um nicht zu sagen, mit dem
Vorschlaghammer zu arbeiten). Alles in allem der perfekte Stil.
Fast so gut, wie wenn beide Autoren zusammenarbeiten.
Matthias Schäfer
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