Sergej Prokofjew schrieb sein musikalisches Märchen "Peter und der Wolf" 1936, um Kinder in die Welt der Musik einzuführen. Er ließ in seiner Geschichte alle Menschen und Tiere durch verschiedene Instrumente darstellen. So verkörpern etwa die Streicher den Peter und drei Hörner den Wolf, während der Großvater ein Fagott ist und die Ente durch eine Oboe dargestellt wird.
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Walt
Disney war von der Umsetzung und der Geschichte um den kleinen Peter,
der einen Wolf jagen will so angetan, dass er bereits wenige Jahre
später eine recht originelle Zeichentrickversion produzierte, die
in einer damals geplanten Fortsetzung von "Fantasia" Verwendung
finden sollte. Genau wie Disney, der die Ente überleben ließ, nahm
sich Loriot bei einer 1983 entstandenen neuen Textfassung einige
Freiheiten mit Prokofjews Erzählung heraus und er ließ dann sogar
den Wolf überleben.
Der Zeichner Jörg Müller ist
bekannt geworden durch opulente Bilderbücher wie "Alle Jahre
wieder saust der Presslufthammer nieder" oder "Hier fällt
ein Haus, dort steht ein Kran und ewig droht der Baggerzahn"
in denen der blindwütige Neubauwahn der Nachkriegszeit angeprangert
wird. 1985 setzte Müller dann Loriots Version von "Peter und
der Wolf" in Form eines mit den kompletten Loriot-Texten versehenen
Comics um. Diese sehr schön gestaltete Bilderbuchversion liegt nun
bereits in der vierten Auflage vor.
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