Der PhoBi-Almanach
ist ein engagiertes Literaturmagazin-Projekt, das seit 1995 jeweils
nur einmal jährlich in München erscheint. Der Verleger C. H. Filz
trägt keine kulturellen Scheuklappen mit sich herum. Dies beweist
die Bewertung und Auswahl der in PhoBi veröffentlichten Arbeiten.
In
Ausgabe Nr. 2 von 96 findet sich z. B. ein längerer Artikel von
W. K. Giesa, seines Zeichens Autor der "Professor Zamorra"
Roman-Hefte des Bastei-Verlages. Aber auch Cartoons und Comics finden
regelmäßig ihren Platz in PhoBi. Mit Comics, die der deutsche Bildungsbürger
immer noch als minderwertige Lektüre ablehnt, wollen andere Literaturmagazine
eigentlich nichts zu tun haben.
Und
diese Mischung von Texten und Bildern, die den Rahmen des konventionellen
sprengen, macht den PhoBi-Almanach so sympathisch lesens- und betrachtenswert.
Obwohl nur in einer Mini-Auflage von 500 Stück produziert, ist PhoBi
professionell gesetzt und gestaltet. Jede Ausgabe versammelt Beiträge
zu einem bestimmten Thema. Nr. 1/95 behandelte "Vorstellungen",
Nr. 2/96 "Vergangenheiten", Nr. 3/97 "Montagen -
Demontagen", Nr. 4/98 "Bilder und Vorstellungen des Romantischen"
und Nr. 5/99 "Objekte - Subjekte". Die Ausgabe Nr. 6 erscheint
im Herbst 2000 und bringt Arbeiten zum Thema "Macht - Ohnmacht".
G.
N.
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