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Wer sich in Supermanns Universum auskennt,
weiß um seinen Stützpunkt der "Festung der Einsamkeit"
im ewigen Eis. Dorthin zieht sich Supermann immer zurück, um über
sein Leben zu reflektieren.
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Zu so einer Festung der Einsamkeit kann der Körper eines Querschnittsgelähmten
werden. Nach seinem Reitunfall 1995 traf es Christopher Reeve
besonders hart. Ab dem Brustbein abwärts bewegungsunfähig, künstlich
beatmet, gab er sein Leben zunächst auf. Mit der Unterstützung
seiner Familie gewann er seinen Lebensmut allerdings wieder zurück
und kämpfte bis zu seinem Tod am 10. Oktober 2004 für seinen Traum
wieder gehen zu können. In zahlreichen öffentlichen Auftritten
machte er Menschen Mut, die ein ähnliches Schicksal teilen. Reeves
Engagement ist unter anderem zu verdanken, dass die Forschung
auf dem Gebiet der Neurologie in den letzten Jahren erhebliche
Fortschritte gemacht hat. Reeves beschreibt in seinem Buch das
zähe Ringen um jede noch so kleine Bewegung die er seinem Körper
abtrotzt.
Derlei lässt sich nicht als Unterhaltung konsumieren, sondern
dient eher zur Reflexion über das eigene Leben. Vieles in Reeves
Buch mag in der Beschreibung als die typisch US-amerikanischen
Erfolgsrezepte daherkommen. Doch jeder der einmal nach einer schweren
Operation bewegungsunfähig ans Bett gefesselt war, kann die Kraft
die Reeves vermitteln will, sich unter allen Umständen wieder
bewegen zu wollen, nachvollziehen.
"Wenn wir Hoffnung haben, entdecken wir Kräfte in uns, von
denen wir vielleicht nie etwas gewusst haben - die Kraft, Opfer
zu bringen, auszuhalten, zu heilen und zu lieben. Sobald wir uns
für die Hoffnung entscheiden, ist alles möglich."
Christopher Reeves wird uns als der einzig wahre Supermann für
immer im Gedächtnis bleiben.
G.N.
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