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Inmitten
des eleganten Systems des Kreisverkehrs oder Roundabouts welches
sich seit den 80-iger Jahren vermehrt in Europa verbreitet hat,
bleibt eine Fläche übrig, die keine Funktion hat, "ein
Ort des Nichts". Dieser Ort wird gefüllt mit Banalem,
Schönem, Regionalem. Zum Schluss wird daraus ein Ort der Repräsentation
und Identifikation.
Die
Edition Patrick Frey hat die Fotographien des Schweizers Andreas
Züst (1942 - 2000) in dem Buch Roundabouts zusammengestellt.
Beim Durchblättern des kleinen bunten Albums werden wir zu
einer Reise eingeladen, die 1990 in der Schweiz begann und sich
später in Indien, England und Frankreich fortsetzte.
Auf
dem Weg begegnen wir "Michelangelos Davide" als Kreis-
und Wendepunkt vor einer Strandpromenade, Daumen, Baumstämmen,
Brückenteilen und Köpfen als Ausdruck regionaler Kunst,
Tempeln und Staatsoberhäuptern als Wegweiser inmitten einer
Kreuzung; aber auch Einfachem wie Blumen, Bäumen und Pflastersteinen,
die einen Kreis bilden um den man einfach herumfährt. Auffallend
dabei ist jedoch, dass die Aufnahmen sich durch die gleich bleibende
Perspektive jeglicher Wertung entziehen und den Betrachter mit den
Banalitäten und den Besonderheiten des Alltags alleine lassen.
Andrea
Zellerer
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