Unweit
von der Tower Bridge existiert der "London Dungeon". Hier
können so ziemlich alle Schlechtigkeiten (Pest, Folter, Feuerbrünste
und Inquisition) nachvollzogen werden, die bisher die britische Hauptstadt
heimsuchten (einzige Ausnahme: Der Zweite Weltkrieg, für den direkt
nebenan "Winston Churchills Britain at War Experience" errichtet
wurde). Die Kerker-Attraktion jedenfalls erfreut sich seltsamerweise
großer Beliebtheit.
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Daher
befindet sich mittlerweile unweit der Speicherstadt ein "Hamburg
Dungeon", der sich in allen in der Hansestadt begangenen Greueltaten
suhlt. Claus Störtebeker muss hier im direkten Vergleich zum "London
Dungeon" etwas popeligeren Attraktion als Ersatz für Jack the
Ripper herhalten. Ein nicht ungeschickter Schachzug der Hamburger
Kerkermeister ist es den unverwüstlichen Dämonenjäger John Sinclair
als Werbeträger einzusetzen.
Der Routinier Jason Dark bringt
auch seinen 1186. Heftroman (nicht mitgezählt: die zahlreichen Taschenbücher)
ohne Peinlichkeiten über die Runden. Satzbau und Lokalkolorit können
gleichermaßen überzeugen und halbwegs spannend ist die Story um
den herumspukenden Henker von Hamburg auch. Nur schade, dass diese
sorgfältig produzierte Heftserie zu einer derart schlampigen
TV-Serie verwurstet wurde.
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