Mit “Sunset”
legt Stephen King seine fünfte Sammlung mit Kurzgeschichten vor. Dem
Vorwort des Bandes ist zu entnehmen, dass es dem Autor wichtig ist
nicht nur epische Romane zu schreiben, sondern auch sein “Talent
zur Miniaturisierung“ nicht einrosten zu lassen. Zwar gelingt
King nur sehr selten eine wirklich überraschende Schusspointe, doch
wie kaum ein anderer Autor schafft er es Alltags-Beobachtungen und
–Ängste zu kleinen Horrordramen zu verarbeiten.
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King kann so in Form einer unheimlichen Story seinen Unmut über die langweilige Zeit abreagieren, die er auf seinem Hometrainer zugebracht hat. Auch seine Ängste hilflos in einem Chemieklo eingeschlossen zu sein, sind ein passabler Aufhänger für eine Kurzgeschichte. Selbst die wohl obligatorische Geschichte zum 11. September geht ohne größere Peinlichkeit über die Rampe. Nicht
alle Geschichten sind brandneu, so findet auch endlich Kings Story
“Die Höllenkatze“, die bereits 1990 als
Teil des Episodenfilms “Geschichten aus der Schattenwelt“
verfilmt wurde, Aufnahme in diese Anthologie.
Recht interessant sind die kurzen Anmerkungen am Ende des Buches
in denen King ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert und
erzählt, was ihn zu den einzelnen Stories inspiriert hat. Die
13 in “Sunset“ enthaltenen Geschichten beweisen, dass
King auch (und vor allem!) auf der Kurzstrecke immer noch ein äußerst
mitreißender Autor ist.
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