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“Eine äußerst unattraktive Fußgängerzone umzingelt
von Autobahnen“ war mein erster Eindruck von Stuttgart und weitere
Besuche die (leider) erfolgten haben auch nicht gerade dazu beigetragen
die schwäbische Möchtegern-Metropole attraktiver erscheinen
zu lassen. Alle Vorurteile bestätigt dann auch noch dieser
Bildband mit den wohl grausten Farbfotos der Welt.
Während Benjamin Tafel und Dennis Orel in ihrem Breiwandbuch
“Berliner Luft – Vom Zuchtbetrieb
für Zierfische zur Bratwurst am Alex“ noch durchaus neugierig
machten auf die Vielfältigkeit der Bundeshauptstadt, bieten
sie jetzt äußerst abschreckende Bilder von Hundesalons,
Hutgeschäften, angeketteten Bierkrügen, Burschenschaftlern,
abturnenden Bordellzimmern und Kehr-Woche-Schildern.
Passend dazu gibt es noch Anekdoten wie jene Geschichte
vom Stuttgarter Bürgermeister (“Drei Bürgermeister in
sechzig Jahren“), der Queen Elisabeth beim Besuch der Stadt ein
Mokka-Service überreichte und der Monarchin auch noch erzählte,
dass es teuer gewesen sei, Nachforschungen ergaben dann, dass
es sechzig Mark gekostet hatte. Auch dies Buch ist nicht ganz
billig, aber wenn es Menschen davon abhält nach Stuttgart
zu reisen ist es sein Geld allemal wert.
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