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Nachdem Taschen in seiner Filmbücher-Reihe
zuvor zwar gewohnt kompakt und reich bebildert aber dennoch umfassend
über “Japanese Cinema“
informierte, beschränkt sich das genauso umfangreiche Buch zum
Bollywood-Kino mit einem (sehr wichtigen) Teilaspekt. Porträtiert
werden die Großmeister der Bollywood-Kinoplakatkunst, die ihre
Werke “stolz signierten und genauso unbekannt oder bekannt waren,
wie jeder andere Fachmann der indischen Filmindustrie“.
Sehr viel länger noch als im Westen wurde in Indien auf handgemalte Kinoplakate oder Transparente anstatt auf Fotos oder vereinheitlichte Werbekampagnen gesetzt. Daher gab es zu den Filmen zahlreiche verschiedene Werbemotive. Oft ließen die Kinobesitzer in der Provinz eigene Poster anfertigen, die kaum noch etwas mit den gezeigten Filmen zu tun hatten.
Wer auf lustige grelle Variantplakate
im Bollywood-Style zu Hollywood-Blockbustern hofft, dürfte etwas
enttäuscht sein, nur ein indisches Poster zu “The Adventures
of Captain Marvel“ ist zu sehen. Das indische Kino drehte
aber auch immer wieder gerne eigene Filme mit westlichen Heroen
wie Superman oder Tarzan. “The Art of Bollywood“ lädt
durch die fundierten Texte und die abgebildeten oftmals herrlich
kitschigen Poster - häufig ist auch die Umgebung zu sehen in der
plakatiert wurde - zu einem spannenden Streifzug durch die Welt
des indischen Kinos ein.
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