Mit diesem reich bebilderten Buch belegt der Musical-Autor Robert S. Sennett, dass es auffällige Film-Werbekampagnen, die teurer (und manchmal sogar phantasievoller) als das angepriesene Produkt waren, nicht erst seit gestern gibt. Schon in der Stummfilmzeit versuchte Hollywood die Berichterstattung der Medien in seinem Sinne zu kontrollieren. Sei es durch kleine Lügen über Stars, die von größeren Wahrheiten über größere Stars ablenken sollten oder durch schieren Größenwahn in der Filmpublicity mit Elefanten, Löwen und hunderten von hübschen Mädchen.
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Das
überraschendste an diesem Buch ist vielleicht, dass die zahllosen
Fakten über Stars, Agenten und gigantische Werbekampagnen, die uns
Sennett aufzählt, kaum noch überraschen können, da bis heute alles
(vielleicht abgesehen von den Stars, die sich nicht mehr ganz so
stark von den Studios gängeln lassen) noch ein Stück weiter auf
die Spitze getrieben wurde.
Hochinteressant ist jedoch
das kurze Kapitel über den genialen Selbstvermarkter William Castle.
Dieser hat in den späten fünfziger Jahren bei Horrorfilmen wie "Schrei,
wenn der Tingler kommt" oder "Das Haus auf dem Geisterhügel"
(die Neuverfilmung lief gerade als "Haunted Hill" in den
Kinos) Elektroschocks und Pappskelette eingesetzt um sein Publikum
zu erschrecken. Derart visionäre Filmemacher fehlen uns heute wirklich.
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