Eine junge
Arbeiterin erlebt eine "Unvergessliche Begegnung". Inmitten etlicher
applaudierender, fröhlich bis gütlich grinsender Menschen trifft sie auf einen
väterlich wirkenden Josef Stalin. Festgehalten als monumentales Ölgemälde
(dessen Ausmaße uns dieses Buch leider verschweigt) hat diesen Moment Wassilij
Jefanow (1891 - 1976) als Beitrag der Ausstellung "Industrie des
Sozialismus" und er erhielt 1941 dafür den ersten seiner zahlreichen
Stalinpreise.
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Im
Rahmen einer Ausstellung zur "visuellen Kultur der Stalinzeit"
in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt werden dieses und ähnlich
detailverliebt ausgestaltete Propaganda-Ölschinken ausgestellt.
Genau genommen ist in diesen Werken nicht wirklich ein "einheitliches
ästhetisches Phänomen" auszumachen, wie es die weitausholenden
Texte in diesem Buch gerne hätten. Vielmehr hat es ähnliche Gemälde
auch schon lange vor Stalin etwa zur Zeit der französischen Revolution
oder unter Napoleon gegeben.
Eine interessante Materialsammlung ist dies Buch aber allemal, denn
das "einheitliche ästhetische Phänomen" Stalinzeit soll
auch noch als "transmedial" dargestellt werden und den
Titel "Traumfabrik Kommunismus" rechtfertigen. Daher sind
auch Film- und Politplakate enthalten und zudem gibt es noch Architekturzeichnungen
für Monumentalbauten wie die pompös ausgestatteten Haltestellen
der Metro in Moskau.
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