Im Vorwort
schreibt der Trickfilmexperte, dass dies Lexikon "allenfalls
ein halbwegs repräsentativer Wegweiser durch das Dickicht" ist.
Dem kann nur zugestimmt werden, zumal sich Giesen mit diesem Lexikon
eine ganze Menge vorgenommen hat. Neben allen "in Deutschland
aufgeführten abendfüllenden Animationsfilmen" gibt es auch noch
Einträge zu allen wichtigen Spezialeffekttechnikern, Trickverfahren
und Filmographien der bekanntesten Zeichentrickfiguren.
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Dass
dabei so einiges auf der Strecke bleibt ist nicht weiter verwunderlich.
Trotzdem verwundern manche nur sehr kurze und somit eigentlich überflüssige
Einträge. Auch wären Hintergrundinformationen zu den ausgewählten
Filmen sehr viel interessanter als die oft unnötig ausführlichen
Inhaltsangaben. Ferner weist das Cover des Buches in die falsche
Richtung, denn es zeigt ein Motiv aus dem japanischen Zeichentrickfilm
"Robotic Angel".
Gerade den zur Zeit immens angesagten Bereich der Animes handelt
Giesen eher beiläufig ab.
Dafür beschäftigt er sich sehr ausführlich mit osteuropäischen Trickfilmern
wie Karel Zeman ("Die Erfindung des Verderbens"), zu Unrecht
vergessenen deutschen Pionieren wie Hans Fischer-Kösen ("Verwitterte
Melodie") und US-amerikanischen Stopmotion-Experten wie Willis
O´Brien ("King
Kong und die weiße Frau") oder Ray Harryhausen ("Sindbads
7. Reise"), für den Giesen in Berlin eine Ausstellung zusammengestellt
hat. Trotz einiger Überschneidungen mit anderen Lexika des Autors
also insgesamt ein anregender Wälzer, der beim Nachschlagen zum
Schmökern einlädt.
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