Wer sich
auf “Wahnsinn“ einlässt, wird ganz gewiss die Zeit finden
das Buch so schnell wie möglich zu verschlingen. Einmal mehr beweist
Jack Ketchum (“Evil“, "Amokjagd",
“Beutegier“, “Beutezeit“,
“Blutrot“) wie spannend und mitreißend
er zu erzählen versteht. Doch zugleich entsteht auch wieder der Eindruck,
dass der Autor deutlich mehr zwischen zwei Buchdeckel packt als einen
Hochspannungsthriller und die Erkenntnis, dass die Welt schlecht ist.
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Die
ersten Seiten von “Wahnsinn“ zeigen, dass Menschen nicht
zwangsläufig “gut“ oder “böse“ werden, sondern durchaus eine Wahl
haben. Ketchum schildert in kurzen aber markanten Kapiteln abwechselnd
davon wie die Hauptfiguren Arthur und Liddy in äußerst problematischen
Elternhäusern aufwachsen. Während der Junge von seiner Mutter fast
in der Kloschüssel ertränkt wurde, wird das Mädchen von ihrem Vater
regelmäßig sexuell missbraucht. Doch wenn Arthur und Liddy schließlich
heiraten, finden nicht etwa zwei verlorene Seelen zueinander, sondern
ein herrschsüchtiges Muttersöhnchen hat ein neues Objekt zum dominieren.
Doch wenn Arthur und Liddy schließlich heiraten, finden nicht
etwa zwei verlorene Seelen zueinander, sondern ein herrschsüchtiges
Muttersöhnchen hat ein neues Objekt zum Dominieren. Dies wird
noch schlimmer als sich Nachwuchs einstellt und der kleine David
ebenfalls unter seinem Vater leiden muss...
Ohne
Tabus (aber nicht ohne Herz) schildert Jack Ketchum wie eine Frau
gegen einen Wahnsinnigen ankämpft und ihm gelang einmal mehr
ein (diesmal besonders böse endendes) Buch, das niemanden kalt
lassen wird.
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