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Mit Comics hat das Anne Frank Haus
in Amsterdam bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Eric Heuvels
Alben “Die Entdeckung” und “Die
Suche” erzählen ebenso spannend wie informativ von den
traurigen Schicksalen einiger jüdischer Familien zur Zeit der
deutschen Besetzung der Niederlande. Die im Ligne-Clair-Stil gestalteten
Geschichten wurden auch bei uns erfolgreich im Schulunterricht
eingesetzt. Da lag es nahe die Biographie der Anne Frank in ähnlicher
Form zu vermitteln.
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Das Anne Frank Haus verpflichtete
Sid Jacobson und Ernie Colón, die bereits den eher trockenen “9/11
Report“ in ein spannendes Comicalbum verwandelten (aber
auch für die BILD-Zeitung den Tod von Prinzessin Diana
graphisch aufarbeiteten). Ihre Anne-Frank-Biographie stützt sich
nicht nur auf das ebenso berühmte wie berührende Tagebuch. Der
Comic erzählt auch von Annes glücklicher Kindheit in Frankfurt
sowie von ihrem Vater Otto, der im Gegensatz zum Rest seiner Familie
den Holocaust überlebte und von den Russen aus Auschwitz gerettet
wurde. Otto Frank gelang es durch eine von ihm gegründete Stiftung
jenes Gebäude, in dessen Hinterhaus er sich von 1942 bis 1944
mit insgesamt acht Personen versteckte, vor dem Abriss zu bewahren
und daraus das für die Öffentlichkeit zugängliche Anne Frank Haus
zu machen.
Jacobson und Colón erzählten
ihre graphische Biographie der Anne Frank mitreißend. Die
um Realismus bemühten Zeichnungen mögen manchmal etwas
steif wirken, doch das Schicksal eines sehr talentierten jungen
Mädchens, das umgebracht wurde bevor ihr Leben richtig begann,
dürfte keinen Leser ungerührt lassen. Der Comic wurde
zudem noch ergänzt um sogenannte Schlaglichter, die historische
Fakten vermitteln sollen. Somit eignet sich auch dieses von Carlsen
zu einem sehr moderaten Preis angebotene Werk bestens zum Einsatz
an Schulen.
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