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Solo für Joker

 

 

Titel:

DC Premium # 60: Batman: Joker, enthält einen US-Oneshot von Okt. 2008

Text:

Brian Azzarello, aus dem Amerikanischen von Steve Kups

Zeichnungen/Inking/Farben:

Lee Bermejo / Mick Gray / Patricia Mulvihill

Umfang:

128 Seiten

Format:

Softcover / vf.

Preis:

EUR 16,95

Verlag:

Panini

Website:

www.paninicomics.de   

 

Aus nicht näher erläuterten Gründen wird der Joker aus der Irrenanstalt Arkham Asylum entlassen. Ein gewisser Jonny Frost erhält aus Unterwelt-Kreisen den Auftrag den irren Superschurken abzuholen. Doch allzu froh ist der Joker über seine neu gewonnene Freiheit nicht, denn allerlei kriminelles Gesinde hat Gotham neu unter sich aufgeteilt. Frost muss miterleben wie der unberechenbare Killerclown auf blutige Art und Weise eine neue Unordnung nach seinen Vorstellungen schafft...

 

    

 

 

Wohl stärker noch als Jack Nicholson in Tim Burtons erstem “Batman“-Film hat Heath Ledger der Figur des Jokers einen eigenen Stempel aufgedrückt und ihn wirklich furchterregend dargestellt. Daher hat auch in dieser Geschichte der mörderische Clown die aus dem Film “The Dark Knight“ bekannten nur notdürftig rot überschminkten nach oben hin aufgeschnittenen Mundwinkel. Ob es hingegen sonderlich geschmackvoll ist ihn zudem auch noch als tablettensüchtig darzustellen, erscheint angesichts des durch einen unheilvollen Pillen-Cocktails verstorbenen Heath Ledgers etwas fraglich.

 

Recht gut zündet hingegen die Idee des Autors Brian Azzarello (“100 Bullets“, “Die Rückkehr von Superman“) die unberechenbaren Aktivitäten des Jokers aus der oftmals fassungslosen Froschperspektive seines Assistenten Jonny Frost zu schildern. Als wenn dieser interessante Ansatz nicht schon alleine tragen würde, platziert Azzarello noch allerlei Gastauftritte von Co-Schurken wie Two-Face, den Pinguin, Killer Croc oder den Riddler während sich Batman seltsamer erstaunlich rar macht. Die Zeichnungen sind bei Lee Bermejo in den besten Händen und die zwischen flächig und plastisch wechselnde Farbgebung von Patricia Mulvihill ist fast so unberechenbar wie der Joker. Insgesamt gelang hier eine gute wenn auch nicht überragende “Batman“-Story, die manchen Fan des Kinoerfolgs “The Dark Knight“ zum Comiclesen bringen könnte.

 
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