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Wie die junge Fotografin Astrid Kirchherr sich im Hamburg
der frühen Sechziger Jahre in den Ur-Beatle Stu Sutcliffe verliebte
und diese Romanze tragisch endete, erzählte 1994 bereits Iain
Softleys Kinofilm “Backbeat“. Doch der Zeichner und Autor
Arne Bellstorf (“Acht, neun, zehn“),
der genau wie zuvor Softley persönliche Gespräche mit Kirchherr
führte, setzt in seinem Comic “Baby´s in Black“ andere
Akzente.
Die durch Eifersucht gefährdete Freundschaft zwischen
John Lennon und Stu Sutcliffe, der sich stärker für Malerei (und
Astrid) als für Musik interessierte, spielt bei Bellstorf kaum
eine Rolle. Stattdessen erzählt er sehr plastisch, was es Jugendliche
wie Astrid Kirchherr oder Klaus Voormann für Überwindung kostete
um die mit zwielichtigen Gestalten bevölkerte Reeperbahn-Spelunke
“Kaiserkeller“ aufzusuchen und dort die Beatles
zu hören.
Bellstorfs Geschichte wirkt auch dadurch authentisch,
dass er zweisprachig erzählt und die Beatles englisch
sprechen lässt (im Anhang sind Übersetzungen zu finden). Die Handlung
lässt sich manchmal etwas schwer verfolgen, weil sich in den simplen
gelegentlich an Mangas erinnernden Zeichnungen die männlichen
Figuren oft arg ähneln. Doch insgesamt gelang Bellstorf eine mitreißende
bittersüße Love Story vor dem Hintergrund der langsam zu Stars
aufsteigenden Beatles.
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