Kunstvoll gestaltete
Comics haben es hierzulande nicht gerade leicht, selbst wenn sie wie "Reise
nach Swinemünde" in Deutschland spielen und in Spanien und Frankreich
einiges Aufsehen erregten. Bereits 1991 erschien dieser Comic als Fortsetzung in
der Wochenendbeilage der spanischen Tageszeitung "El País" und die
französische Übersetzung folgte zwei Jahre später.
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Die
Geschichte handelt von einem Engländer der 1931 nach Berlin kommt
("Cabaret" ick hör dir trappsen) um sich einer kommunistischen
Widerstandstruppe anzuschließen und sich in eine Jüdin verliebt.
Diese nicht allzu neue Geschichte wäre nicht weiter erwähnenswert,
wenn Raúl sie nicht so eindringlich in beständig wechselnden Stilen
umsetzen würde. Mal erinnern seine Acryl-Panels an Grosz und dann
an Kokoschka. Einziger Kritikpunkt: Die unnötig umständlich erzählte
Handlung ist in den kunstvoll gestalteten Gemälden nicht immer eindeutig
auszumachen.
Quasi als Wiedergutmachung
für das späte Erscheinen dieses Comics hat sich der neu gegründete
Avant Verlag bei der Edition besonders ins Zeug gelegt. Neben einen
exklusiv von Felipe H. Cava für die deutsche Ausgabe verfassten
und von Raúl illustrierten Vorwort, enthält das unter dem Titel
"Berlin 1931" veröffentlichte Album noch die zwei mindestens
ebenso interessanten und in komplett anderen Stilen eigenwillig
illustrierten Kurzgeschichten "Der König des Kongo" und
"Alles Träume".
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