Der Reichstag
ist ein Pornokino, das Olympiastadion schwebt über dem Himmel
von Berlin, der Potsdamer Platz ist eine Ruine und überall versuchen
kleine fliegende Roboterengel Rosen zu verkaufen. Im Jahre 2323 ist
die chronisch insolvente deutsche Hauptstadt die Partymetropole des
Universums finanziert sich durch permanente Loveparades. Mitten hinein
in dieses Chaos geraten die attraktive Scilla und ihr spitzohriger
Freund Indigo, die einer Bedrohung von galaktischen Ausmaßen
auf der Spur sind.
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Ursprünglich
wollte Dirk Schulz “Berlin 2323“ im klassischen Comicstil seiner
sonstigen “Indigo“-Alben zeichnen, eine Probeseite ist auch im Anhang
des Buches zu sehen. Doch dann entschloss er sich eine ähnliche
Technik zu verwenden wie er sie auch für seine “Perry Rhodan“-Titelbilder
einsetzt. Bleistiftzeichnungen und gelegentlich auch verfremdete
Fotos wurden am Computer koloriert. Das Resultat kann sich wahrhaft
sehen lassen.
“Berlin 2323“ wurde von Carlsen
wie zuvor schon der Fantasy-Comic “Jenseits der Zeit“ in einem kleineren
Format veröffentlicht um auch Leser außerhalb der Comicschiene
zu erreichen. Dies ist jedoch etwas schade, denn Torsten Feldhoffs
Geschichte hängt gegen Ende der 90 Seiten etwas durch und auch
die beeindruckende Grafik von Dirk Schulz wäre im klassischen
Albumformat deutlich besser zur Geltung gekommen. Dennoch gelang
den beiden Nicht-Berlinern ein faszinierender Hauptstadt-Comic.
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