Erstmals 1964, zur Hochzeit des kalten Krieges, trat eine gewisse Natasha Romanov alias Black Widow in den Marvel Comics auf. Diese wurde vom KGB zur Superagentin ausgebildet und dann in die USA geschickt. Doch durch ihre Liebe zum Superhelden Hawkeye (später hatte sie auch ein Verhältnis mit Daredevil) begann sie schließlich für Nick Furys Geheimorganisation SHIELD, also für die Gegenseite, zu arbeiten.
Obwohl
sich die Athletin und Ballerina auch bestens unter“Rächern“
wie Thor oder Hulk behauptet, verfügt sie über keinerlei
Superkräfte. Daher ist sie auch bestens geeignet um in etwas
realitätsnäheren Geschichten wie “Heimkehr“ eingesetzt
zu werden.
Der
Science Fiction Autor Richard K. Morgan erzählt hier davon,
wie überall auf der Welt ehemalige KGB-Agenten ermordet werden.
Natasha kann einem Mordanschlag gerade noch entkommen und versucht
gemeinsam mit ihrem alten Freund Phil Dexter, der nur höchst
widerwillig dabei ist, der Sache auf den Grund zu gehen. Beide brechen
zu einer gefährlichen Spurensuche quer durch die USA auf. Schließlich
ist Natasha gezwungen des Rätsels Lösung in einem ihr
mittlerweile völlig fremden Russland zu suchen.
Morgan
gelang eine Geschichte, die zu hoher Lesegeschwindigkeit zwingt
und abgesehen von Nick Fury komplett auf weitere Marvel-Charaktere
verzichtet.
Der
ganz große Pluspunkt sind jedoch die Zeichnungen von Bill
Sienkewicz und Goran Parlov. Abgesehen von einer aufregend visualisierten
Wahrheitsdrogen-Sequenz geht es hier optisch zwar deutlich verhaltener
zu als in Sienkewiczs Meisterwerken "Elektra: Assassin"
oder "Stray Toasters". Doch das immer etwas unruhig anmutende
Artwork sorgt durchaus für zusätzliche Spannung.
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