Die in
diesem Sammelband gebündelt vier US-Hefte erzählen eine abgeschlossene
Geschichte. Darin versucht sich Ed Brubaker ("Criminal")
am Geist von Hollywoods "Schwarzer Serie" und den dazugehörigen
Romanen von Chandler und Konsorten. Der Detektiv Jack Herriman ist
diesmal jedoch noch um einiges Gebrochener als dies in den vierziger
Jahren üblich war. Auch das nicht allzu aufdringlich eingesetzte San
Francisco ist als Schauplatz in diesem Genre nicht gerade typisch.
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Ansonsten
beginnt es jedoch mit einem durchaus üblichen Ritual: Eine attraktive
Frau kommt in ein heruntergekommenes Büro und bittet einen zunächst
wenig vertrauenerweckenden Detektiv darum ihre verschwundene Schwester
zu suchen. Natürlich findet Herriman die noch attraktivere Schwester
schon recht bald. Es kommt zu einem vielversprechenden Blickwechsel.
Doch am nächsten Morgen wird die junge Frau tot aufgefunden. Jetzt
kommt Herriman in Fahrt und San Francisco ins Spiel. Anscheinend
hängt alles mit einer New Age-Sekte zusammen.
"Scene of Crime" eignet sich kaum für die schnelle Comic-Lektüre
zwischendurch. Der Leser benötigt für die reich bestückten, dabei
aber ohne das übliche Hardboiled-Gesülze auskommenden, Textblöcke
einiges an Lesezeit. Er bekommt dafür aber auch einen etwas tieferen
Einblick in die Psychen der Hauptfiguren als im Krimi- und Comic-Genre
üblich.
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