Im Mittelpunkt dieses Comics über den Volksaufstand von 1809 stehen drei alles andere als heldenhafte Tiroler: ein eher an sich selbst als an das Gemeinwohl denkender Bürgermeister, ein meist schlecht gelaunter eigenbrötlerischer Müller und ein naiver Jüngling. In mehreren Episoden trifft das Trio immer wieder auf historische Figuren wie Andreas Hofer und dreht “unabsichtlich am Rad der Geschichte“.
Bei
seinen Zeichnungen hat sich Christian Opperer anscheinend inspirieren
lassen von den lässigen – oft in Rekordzeit gezeichneten -
Comics von Lewis Trondheim, Joann Sfar, Christophe Blain & Co.
Da Opperers Zeichenstil jedoch (bisher noch) eher krakelig als ausgereift
wirkt, ist der Einstieg in die Geschichte etwas gewöhnungsbedürftig
(und auch das Cover erschreckt ein wenig). Doch durch die stimmungsvolle
Kolorierung gewinnen die Zeichnung an Plastizität.
Die Story und die in (leicht verständlicher) Mundart verfassten Dialoge vermitteln auf witzige Art und Weise historische Fakten. Abgerundet wird der schöne Hardcover-Band noch durch einen Anhang, der das Thema vertieft und einige Anspielungen erklärt. “Die Insurgenten“ ist erhältlich bei den Autoren und in allen Tyrolia-Buchhandlungen (u. a. in Kufstein, Salzburg oder am Fuße der Zugspitze in Ehrwald).
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