In den
Sherlock-Holmes-Geschichten von Arthur Conan Doyle taucht seit dem
ersten Roman “Eine Studie in Scharlachrot“ immer wieder eine
Bande von Straßenjungs auf, die kleine Aufträge für den Meisterdetektiv
übernimmt. Diese erhielt den Namen “Baker Street Irregulars“
(so nennt sich auch eine 1934 gegründete Vereinigung von besonders
enthusiastischen “Holmesianern“) und stand u. a. im Mittelpunkt von
zwei BBC-Serien.
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In
den Geschichten führte die Bande ein gewisser Wiggins an, dessen
Vornamen Arthur Conan Doyle jedoch für sich behielt. In der von
Jean-Blaise Djian (“Der große
Tote“) und Olivier Legrand getexteten Serien sind Billy,
Charlie und Black Tom (die im Laufe der Geschichte zum Quartett
ergänzt werden) dicke Freunde. Sie assistieren zwar Sherlock
Holmes, sind aber auf sich alleine gestellt als Black Toms Freundin
gekidnappt wird und im Londoner Halbwelt-Milieu zu verschwinden
droht...
Genau wie Guy Ritchie mit seinem
Kinofilm “Sherlock Holmes“
mit Robert Downey Jr. (in dem ebenfalls die fast fertige Londoner
Tower Bridge gezeigt wurde) gelang den Comicautoren und dem sehr
detailfreudig arbeitenden Zeichner David Etien mit “Die Vier
von der Baker Street“ eine ebenso moderne wie visuell aufregende
Neuinterpretation, die respektvoll mit Conan Doyles Schöpfung umgeht
und durch ihre rasante Erzählweise sowie die sympathischen Hauptfiguren
großen Spaß macht.
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