So ziemlich
jeder französische Fantasy-Comic kommt nicht herum sich mit dem wohl
besten (weil auch eigensten) Zeichner des Genres messen zu müssen:
Régis Loisel. Dessen Werke "Auf der Suche nach dem Vogel der
Zeit" und "Peter Pan"
haben (hauptsächlich optisch) Maßstäbe gesetzt und aufgezeigt wie
phantastisch Comics sein können. Leider haben viele Zeichner versucht
Loisels Stil zu kopieren anstatt eigene Fantasy-Welten zu entwerfen.
Diesen
Vorwurf muss sich auch Eric Hübsch gefallen lassen. Ihm ist dabei
auch noch vorzuwerfen, dass es ihm am Anfang der Geschichte noch
recht gut gelingt sein Vorbild zu plagieren, zum Ende des Albums
hin aber immer wieder Seiten auftauchen, die noch sehr amateurhaft
wirken.
Dies
soll nun aber keineswegs bedeuten "Excalibur" wäre ein
schlechter Comic, denn zum Glück gelingt es dem Szenaristen Scotch
Arleston, von dem auch die Erfolgsserie "Troll
von Troy" stammt, eine sowohl spannende als auch wirklich
komische Geschichte zu erzählen. Im Jahre 1000 wird der Zauberer
Merlin aus seinem 600 Jahre andauernden Tiefschlaf geweckt und muss
feststellen, dass durch die Ausbreitung des Christentums seine Zauberkräfte
verloren gegangen sind. Abhilfe kann durch einen Nachkommen des
legendären Ritters Sir Galahad geschaffen werden, der das magische
Schwert Excalibur tragen darf. Doch zu Merlins Entsetzten handelt
es sich hierbei um die streitbare junge Gwynned. Recht gekonnt variiert
Arleston die alten Mythen um König Artus und die Tafelrunde und
schafft daraus eine vielversprechende Fantasy-Serie.
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