Knappe
sieben Stunden nachdem sie auf dem Mond gelandet waren, betraten am
21. Juli 1969 die beiden Astronauten Neil Armstrong und Edwin “Buzz“
Aldrin als erste Menschen die Mondoberfläche, während ihr Kollege
Michael Collins in der Kommandokapsel blieb. Der eher im Manga- aber
auch im Star Wars-Umfeld tätige amerikanische Autor und Zeichner
Joe Wight versucht im Album “First Moon“ die Geschichte dieser
drei Männer zu erzählen.
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Da
er zugleich aber auch noch die politischen Umstände schildert,
die zum Wettlauf der Supermächte USA und UdSSR um die Hoheit
im All führten, aber nur 64 Seiten zur Verfügung hat,
bleibt wenig Raum um die drei ehemaligen Kampf- und Testpiloten
Armstrong, Aldrin und Collins zu plastischen Charakteren zu machen.
Es menschelt eigentlich nur in einer einzigen Szene in der Aldrin
beklagt nur zweiter Mann auf dem Mond zu sein, woraufhin Collins
ihn darauf hinweist, dass er noch viel ärmer dran ist, weil
er ja nur der Chauffeur ist.
Wight präsentiert farbenprächtig
kolorierte, interessant layoutete aber im Albumformat oft etwas
leer anmutenden Seiten. Episodenhaft reiht er zahlreiche mehr oder
weniger bekannte Stationen auf dem Weg zum Mond aneinander. Dabei
bleibt er meist an der Oberfläche, schildert z. B. Wernher von Braun
stark idealisiert als jemanden, der nie "an die Sache"
der Nazis glaubte, versucht aber immerhin die Russen nicht nur als
Kalte Krieger darzustellen, (eine interessante Ergänzung zu diesem
Album ist das BBC-Dokudrama “Space
Race - Wettlauf zum Mond“). Auf alle Fälle wird hier ein
interessantes Kapitel aus der Geschichte der Menschheit erzählt
und es macht etwas traurig, dass die spannenden Weltraumentdecker-Zeiten
vorbei sind.
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