Der
Zeichner David Lloyd hat Anfang der Achtziger Jahre durch die Zusammenarbeit
mit Alan Moore an der mittlerweile schon klassischen und halbwegs
erfolgreich verfilmten Miniserie “V
wie Vendetta“ dauerhaften Ruhm erworben. Von Lloyd stammt nicht
nur das unvergessliche Design der “V“-Maske sondern auch die Idee
den maskierten Rächer als jenen Guy Fawkes zu verkleiden, der
1605 versuchte das britische Parlament in die Luft zu jagen.
Lloyds
auf den ersten Blick etwas grob und kantig wirkender Zeichenstil
eignet sich weniger zur Fabrikation genormter Superhelden-Produkte
sondern eher für Geschichten abseits des Mainstreams. Der von
Lloyd auch getextete Comic “Kickback“ verblüfft aber nicht
nur durch die kontrastreichen Zeichnungen und die ungewöhnliche
Farbgebung.
“Kickback“
erzählt vom korrupten Polizisten Joe Canelli, der plötzlich
genug von den kriminellen Ausschreitungen in seinem Bezirk. Wenn
Lloyd seine Hauptfigur nicht nur mit einem verzwickten Kriminalfall
und allerlei Bedrohungen konfrontiert sondern auch noch mit verdrängten
Erinnerungen an seine Kindheit hadern lässt, ist dies zwar
nicht wirklich neu. Doch Lloyd findet hierfür starke Bilder
und die Träume bei denen sich Joe im Inneren eines Zeppelins
befindet (und auch die Erklärung hierfür) bleiben noch
lange in Erinnerung.
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