Sein
Name ist Basildon, Charles Basildon, und sein Nachname berechtigt
ihn zu so ziemlich allem. Seine rücksichtslose Vorgehensweise
gegen alle Feinde Englands führt zwar zu großen Erfolgen
aber auch zu einer höchst kurzen Lebenserwartung bei seinen
Partnern. Es ist zu hoffen, dass der attraktiven Stephanie Shelley
nicht dasselbe Schicksal ereilt, zumal es Basildon mit seinem bisher
gefährlichsten Gegner zu tun bekommt. Der bleiche Lazarus Bale
hat sich für seine Welteroberungspläne einige ganz spezielle
Helfer geklont: Doubles von Hitler, Mussolini und Stalin.
Obwohl
“Kiss Kiss Bang Bang“ genau wie “The First“
und “Ruse“ aus dem "Crossgen"-Universum
stammt, ist davon bisher wenig zu bemerken. Doch das ist nicht unbedingt
nachteilig, denn wirre Fantasy-Aspekte und Crossover-Versatzstücke
zu anderen Serien aus dem nach einer Beinahe-Pleite mittlerweile
zu Disney gehörenden Label, steigern nicht gerade das Lesevergnügen.
Als
Hommage an die frühen Bondfilme funktioniert “Kiss Kiss Bang
Bang“ ganzordentlich, auch wenn die Liebe zum Detail nicht bei Scott
Campbells optisch brillanter und ähnlich gelagerter Serie “Danger
Girl“ mithalten kann.
Auch
bei “Kiss Kiss Bang Bang“ hat jedes der drei in diesem Sammelband
enthaltenen US-Hefte einen 007-artigen Vorspann und selbstverständlich
absolviert Sean Connery einen kleinen Gastauftritt.
Autor
Tony Bedard erfindet genau wie sein halbwegs engagiertes Zeichnerteam
das Schießpulver zwar nicht neu. Doch gemeinsam spinnen sie
ein fröhlich abgedrehtes Garn und schmecken es mit jenem ungenierten
Chauvinismus ab, den Connery in allen seinen Bondfilmen ganz automatisch
mit einbrachte.
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