So richtig
ungetrübt ist das deutsch-dänische Verhältnis nun auch
wieder nicht. Zwar sind in Dänemark die südlichen Nachbarn
als hüttenmietende Touristen recht gerne gesehen, aber ein wenig
unheimlich sind sie doch. Um noch etwas Salz in diese Vorurteile zu
reiben, haben jetzt sechs dänische Comiczeichner ihre Sicht der
Dinge zu Papier gebracht. Jede Geschichte wird erst einmal mit einem
Cartoon eingeleitet durch den die Dänen endlich einmal richtiges
Deutsch lernen sollen.
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Ansonsten
gibt es jedoch nicht viel Gemeinsamkeiten zwischen den auch graphisch
recht unterschiedlichen Beiträgen: Soren Behncke erzählt von den
Schwierigkeiten eines dänischen Autofahrers mit deutschen Ordnungshütern,
Ole Comoll Christensen ("Der Dimensionsdetektiv", Carlsen)
schildert eine authentische Odyssee durch ein seltsames Berlin,
Soren G. Mosdall verarbeitet seine Zwangslektüre von "Die Kinder
vom Bahnhof Zoo" aus dem Deutschunterricht, Peter Kielland
macht sich wortlos über Wagner-Opern lustig, Jan Solheim steuert
eine tragische "Tale from die Autobahn" bei und Mardon
Smet zeigt schlüssig auf, dass die Deutschen sich in Besitztümer
flüchten um ihre fehlende sexuelle Potenz zu kaschieren.
Nach der Lektüre dieser sechs Geschichten sind die dänischen Vorurteile
gegenüber den deutschen Nachbarn noch nicht so richtig allgemeingültig
dingfest gemacht. Doch immerhin kann der seit 1991 in Dänemark arbeitende
Comiczeichner Bernd "Haegar" Hobohm seine Dänemark-Klischees
mit deutscher Gründlichkeit auf nur vier Seiten ziemlich umfassend
zu Papier bringen.
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