Anscheinend
ist der Verlag vom "Die Ärzte"-Drummer Bela B. mittlerweile
tatsächlich "extrem erfolgreich", denn so langsam veröffentlicht
dort auch die Prominenz. Neben Mike Mignola ("Hellboy")
und Kelley Jones ("The Hammer")
erscheint jetzt sogar Frank Miller ("300")
zwischen den sonst eher dürftig gestalteten Gewaltheftchen.
Im
unvermeidlichen Vorwort zum Heft versucht Bela B. nun Frank Miller
("Seine Comics sind Gott") als einen Bruder im Geiste
von "Death Dealer", "Satanika" oder etwa "Schweinevogel"
darzustellen.
Doch
im Gegensatz zu den vorgenannten Werken verfolgt Miller mit seinen
scheinbar unmoralischen Geschichten um den perversen Lance Blastoff
(und mit "Sin City" sowieso)
durchaus ein moralisches Anliegen. Indem er Blastoff Dinosaurier
ermorden und sogar Fleisch essen läßt und auch in der "Sin
City"-Story "Daddys Little Girl" unmoralisches Verhalten
auf die Spitze treibt, zwingt er den Leser dazu sich seine eigenen
Gedanken zum Thema "Gut und Böse" zu machen, anstatt einfach
etablierte Schablonen zu übernehmen.
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