Genau wie beim im gleichen Verlag erschienenen Buch mit den klassischen Cartoons aus dem Herrrenmagazin "Playboy" handelt es sich auch bei "Mutanten" um einen Ausstellungskatalog. Doch damit hören schon die Gemeinsamkeiten auf, denn die vertretenen Avantgardisten machen es dem Betrachter ihrer Werke nicht gerade leicht.
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Immerhin
passen die oft sehr klobigen Zeichnungen prima zu den auch nicht
viel zugänglicheren Texten. Den Autoren gelingen dabei mit bewährter
Ausstellungskatalog-Rhetorik langweilige Kurzbiographien von wahrscheinlich
gar nicht so uninteressanten Zeichner-Persönlichkeiten. Außerdem
bietet der Katalog noch weitschweifige Exkurse, immer haarscharf
vorbei am Medium Comic, das ja nicht nur eine Spielwiese für exzentrische
Stile ist, sondern gelegentlich auch etwas erzählen sollte.
Die Werke aus "Mutanten" lassen vermuten, dass sich die
in diesem Band versammelten Künstler das Comicmäntelchen nur zum
Profilieren oder gar Schockieren ("Was sind wir wieder trashig,
wir sprengen eine Micky Maus!") umhängen, ohne sich wirklich
mit dem Medium Comic und seinen Möglichkeiten auseinander zu setzen.
Ausnahmen wie Thomas Ott mit seinen genial gekratzten Horrorstories
bestätigen die Regel.
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