Das Vorwort
dieses Bandes bringt die Grundidee von “Powerless“ durch ein Zitat
von Brian Michael Bendis (“Der
Ultimative Spider-Man“) sehr schön auf den Punkt: “Die Helden
aus den DC Comics sind Ikonen. Der Held ist wichtiger als der Mann
hinter der Maske. Im Marvel Universum hingegen, ist es gerade der
Mann mit der Maske, der den Helden ausmacht. Bei DC ist Superman wichtiger
als Clark Kent, der ohnehin nur eine leere, erfundene Hülle ist,
während die Betonung bei Spider-Man eindeutig auf Peter Parker
liegt.“
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In
der Tat sind (zumindest für etwas reifere Leser) gerade bei
Spider-Man die Soap-Elemente wie die Tändeleien mit Mary Jane
oder Gwen deutlich spannender als die mit ach so pointierten Stan
Lee- Dialogen versehenen Zweikämpfe zwischen kostümierten
Superheinzis. Da haben sich zwei clevere Nachwuchsautoren gedacht,
dass es noch besser wäre die kostümierten Helden wie Spidey,
Daredevil und Wolverine gleich ganz wegzulassen und nur noch von
Peter Parker, Matt Murdock und Logan zu erzählen.
Doch
so richtig zünden will diese schlicht “Powerless“ genannte
6-teilige Miniserie nicht. Hauptfigur (und Hauptproblem) ist ein
ziemlich langweiliger Psychiater der immer wieder Träume hat,
in denen seine nicht mit Superkräften gesegneten Patienten
Parker und Murdock kostümierte Helden sind. Die Geschichte
ist unnötig kompliziert erzählt und muss mal wieder gleich
das komplette Marvel-Universum verwursten. Folglich fordern auch
Bruce Banner und Frank Castle ihren Raum in der eher wirren Erzählung.
Michael Gaydos an schlechte Holzschnitte erinnernden Zeichnungen
reißen da auch nichts mehr raus. Schade, dass aus der an sich
guten Grundidee so wenig herausgeholt wurde.
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