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Als Arthur Conan Doyle in Edinburgh Medizin studierte war er begeistert
von seinem Lehrer Joseph Bell, dem er später auch assistierte.
Bell war in der Lage anhand von klitzekleinen Indizien in der
Lage nicht nur Rückschlüsse auf das Krankenbild seines Patienten
sondern auch auf dessen Persönlichkeit und Beruf zu ziehen. Daher
diente Dr. Bell als Vorbild für Conan Doyles Meisterdetektiv Sherlock
Holmes.
Der nicht uneitle Mediziner war stolz darauf und schickte Conan Doyle
Ideen für Sherlock-Holmes-Geschichten, die dieser
jedoch nie verwendete. 2000 produzierte die BBC die Serie “Murder
Rooms“, die aus Bell und Conan Doyle ein ähnliches Duo
wie Holmes und Watson machte. Doch bereits ein Jahr zuvor startete
der französische Comickünstler Joann Sfar (“Die
Katze des Rabbiners“) seine mittlerweile auf fünf
Bände angewachsene Serie “Professor Bell“.
Hier stehen jedoch weniger die ermittlungstechnischen
und forensischen Fähigkeiten der Hauptfigur im Zentrum des Geschehens.
Vielmehr lebt Bell ähnlich wie Jacques Tardis Heldin “Adele“
in einer liebevoll ausgestalteten nostalgischen Welt voller Dämonen
und wird an der Seite des rundlichen Inspektor Mazock alias Humpty
Dumpty mit seltsamen Geschehnissen konfrontiert. Genau wie
in seiner hübsch versponnenen Serie "Desmodus der Vampir" schafft Sfar auch in “Professor Bell“ ein ganz
eigenes Universum voller Wunderlichkeiten.
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