Der ehrgeizigen
jungen Band "Prussian Blue" kommt der Sänger abhanden. Die
16-jährige Sayuri springt als Ersatz ein. Sie singt jedoch nicht nur
mit der Band, sondern zieht auch noch in deren Männer-WG, denn die
"Bandmitglieder müssen lernen harmonisch miteinander zu leben"
weil "Ungleichmäßigkeiten sich sonst schnell auf den Sound übertragen".
Doch natürlich sind Unregelmäßigkeiten vorprogrammiert, wenn ein Mädchen
zu vier Männern zieht.
Bei "Prussian Blue" handelt
es sich um eine Carlsen-Eigenproduktion, die erstmals im Manga-Mädchenmagazin
"Daisuki" vorgestellt wurde.
Die nicht von einschlägigen Original-Mangas aus Japan zu unterscheidenden
Zeichnungen stammen von der knapp 20-jährigen Christinas Plaka,
die auf der Leipziger Buchmesse von begeisterten Fans wie ein Popstar
gefeiert wurde.
Da ist es kein Wunder, dass Carlsen
"Prussian Blue" als erste Serie in der Reihe "Best
of Daisuki" noch vor japanischen Hits wie "Fruits Basket"
veröffentlicht. Christina Plakas Zeichnungen (wobei die 8 ersten
Seiten erstmals in Farbe zum Abdruck kommen) können in diesem Taschenbuch
sogar noch stärker überzeugen als im doppelt so großen Magazin-Format.
Doch etwas schade ist es schon, dass hier inhaltlich ganz auf Nummer
sicher gegangen wurde und unbedingt Geschichte mit japanischen Charakteren
erzählt werden musste. Dabei zeigen Serien wie "Monster"
oder "Eagle", dass Mangas nicht
zwingend in Japan spielen müssen. Die Fortsetzung der Serie
(und eine Neuauflage des ersten Bandes) erscheint unter dem Titel
"Yonen Buzz" beim Verlag
Tokyopop und die Band "Prussian Blue" heißt dort
künftig "Plastic Chew".
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